Laut UMC-Präsident wird der Chipmangel bis 2023 andauern


Taipeh Times

8. Juli 2021

Die weltweite Halbleiterknappheit wird voraussichtlich bis 2023 andauern, da die COVID-19-Pandemie die Nachfrage nach Chips für Automobile und Smart-Home-Geräte ankurbelt, sagte United Microelectronics Corp (UMC, 聯電) Copräsident Chien Shan-chieh (簡山傑) gestern.

In seiner Rede auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens in Hsinchu sagte Chien, dass die COVID-19-Pandemie zwar negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hatte, die digitale Transformation jedoch das Wachstum in der Halbleiterindustrie beschleunigt hat.

Das Angebot an Chips würde hinter der Nachfrage zurückbleiben und sich kurzfristig noch verschlimmern, wobei der Mangel an 8- und 12-Zoll-Wafern am größten sein dürfte, so Chien.

Da die Nachfrage weiter ansteigt, wird die weltweite Chip-Knappheit wahrscheinlich über das nächste Jahr hinaus bis 2023 andauern, sagte er.

Um das Problem zu lösen, müssen die Kapazitäten erhöht werden, sagte Chien. Er fügte jedoch hinzu, dass es bis 2023 dauern wird, bis mehr Chips produziert werden können, selbst wenn die Chiphersteller in Produktionsstätten investieren, um die Kapazitäten zu erweitern.

Der Umsatz von UMC wuchs im vergangenen Jahr um 26 Prozent in Dollar, während das Betriebsergebnis auf 22,01 Milliarden NTDollar (786,27 Millionen Dollar) anstieg. Dies sei auf die solide Auslastung der 8- und 12-Zoll-Anlagen und die Optimierung des Produktmixes zurückzuführen, sagte er.

Besonders hervorzuheben ist der verbesserte 12-Zoll-Produktmix des Unternehmens, der in erster Linie auf die deutliche Belebung des Geschäfts mit 28-Nanometer-Wafern sowie auf die erfolgreiche Integration der 12-Zoll-Aktivitäten der japanischen Tochtergesellschaft United Semiconductor Japan Co. zurückzuführen ist, fügte er hinzu.

Die Aktionäre von UMC, dem drittgrößten Auftrags-Chiphersteller der Welt, haben gestern während der Online-Versammlung einen Plan zur Ausschüttung einer Bardividende von 1,6 NTDollar genehmigt.

Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen konsolidierten Umsatz von 176,82 Milliarden NTDollar bzw. einen Gewinn pro Aktie von 2,42 NTDollar, was einem Anstieg von 19,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.